Stéphanie & Guillaume: Ihre schöne Liebesgeschichte

Seit fast sieben Jahren führen Erbgroßherzog Guillaume und Erbgroßherzogin Stéphanie eine Ehe ohne Skandal. Doch wie verliebten sich die zwei Luxemburger eigentlich? ADELSWELT erzählt noch einmal die Geschichte ihrer großen Liebe.

Die belgische Germanistin und der Thronfolger kennen sich bereits seit über 15 Jahren.  © Cour Grand-Ducale/Christian Aschman

Die belgische Germanistin und der Thronfolger kennen sich bereits seit über 15 Jahren.

© Cour Grand-Ducale/Christian Aschman

Ihr Kennenlernen war vorherbestimmt

Eine Aschenputtel-Geschichte ist die Lovestory von Guillaume und seiner Stéphanie nicht. Die studierte Germanistin war schon vor ihrer Hochzeit mit dem ältesten Sohn von Großherzogin Henri adlig. Die geborene Gräfin entstammt nämlich dem flämischen Adelsgeschlecht Lannoy, dessen Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert reichen. Ihr Ur-Großvater Philippe de Lannoy (*1866-†1937) war Großmeister bei König Albert I. von Belgien und seiner Frau Königin Elisabeth. Stéphanie ist sogar eine entfernte Cousine von Guillaume.

Und so wundert es nicht, dass sich der Erbgroßherzog und die Blondine irgendwann über den Weg liefen. Das erste Treffen fand sogar ausgerechnet in Deutschland statt. „Wir haben gewisse Freunde, die haben eine Gruppe von junge Leuten zusammengerufen, und Stéphanie war auch dabei“, erinnerte sich der Luxemburger an das Kennenlernen im Jahr 2004.

Nach der ersten Begegnung verloren sich die Zwei allerdings wieder aus den Augen. Doch das Schicksal führte sie fünf Jahre später wieder zusammen und dieses Mal schlug der Blitz ein. „Ich habe einen ganz besonderen Mann getroffen, mit dem ich viel gemeinsam habe“, schwärmte die Belgierin gegenüber einer Freundin. Und auch der studierte Politologe war angetan von der smarten Grafentochter. „Wir waren sofort Komplizen. Das ist etwas, was man lange im Leben suchen kann“, offenbarte der Thronfolger.

Neben Königin Mathilde von Belgien und Erbprinzessin Sophie von Liechtenstein ist Stéphanie eine von drei europäischen Thonfolger-Gattinnen, die aus einem Adelshaus stammt.  ©Cour grand-ducale / Christian Aschman

Neben Königin Mathilde von Belgien und Erbprinzessin Sophie von Liechtenstein ist Stéphanie eine von drei europäischen Thonfolger-Gattinnen, die aus einem Adelshaus stammt.

©Cour grand-ducale / Christian Aschman

Schlimmer Schicksalsschlag überschattet ihre Hochzeit

Drei Jahre halten sie ihre Beziehung geheim, um dem Presserummel zu entgehen. Im November 2011 bestätigte der damals 30-Jährige dann, dass er eine Freundin hat. Am 26. April 2012 verkündete der Hof schließlich die Verlobung von Erbgroßherzog Guillaume und der belgischen Gräfin. Die kirchliche Hochzeit wurde für den 20. Oktober desselben Jahres festgelegt. Als die Vorbereitungen für die Trauung bereits auf Hochtouren laufen, traf Stéphanie jedoch ein schlimmer Schicksalsschlag. Ihre geliebte Mutter Gräfin Alix de Lannoy (†70) starb im August völlig überraschend an einem Schlaganfall.

Die Braut war am Boden zerstört. Es wurde sogar darüber diskutiert, ob die royale Hochzeit verschoben werden sollte. Schließlich entschied man sich jedoch, an den Hochzeitsplänen festzuhalten. „Das wäre nicht der Wille meiner Mutter gewesen, dass wir das alles absagen. Ich mache das auch für meine Mutter“, betonte die Blondine im Verlobungsinterview.

Auch viele Gäste aus dem europäischen Hochadel waren eingeladen, als das Paar in der Cathédrale Notre-Dame de Luxembourg heiratete.  © Vic Fischbach / Cour grand-ducale

Auch viele Gäste aus dem europäischen Hochadel waren eingeladen, als das Paar in der Cathédrale Notre-Dame de Luxembourg heiratete.

© Vic Fischbach / Cour grand-ducale

Traumhochzeit und Tränen in Luxemburg

Am 20. Oktober 2012 war es dann soweit: Erbgroßherzog Guillaume und seine Stéphanie gaben sich in einer emotionalen Zeremonie in der Cathédrale Notre-Dame das Jawort. Die kirchliche Trauung beginnt mit einer Schweigeminute für Gräfin Alix, was ihre Tochter sichtlich rührt. Die Braut trug außerdem den Verlobungsring der Verstorbenen und ließ die Muttergottes-Statue in der Kathedrale mit einem Schal ihrer Mama schmücken.

„Eure Hochzeit gibt uns allen erneut Kraft an die Liebe zu glauben“, sagte der Pastor. Und auch der 28-Jährigen gab ihre Liebe Kraft, diesen Tag trotz allem mit einem Lächeln zu meistern. „Ich gebe Dir meinen Ring. Ich liebe Dich. Ich möchte Dir treu bleiben“, gelobte der 30-Jährige seiner Braut. Und die gebürtige Belgierin erwiderte dieses Versprechen. Ihre Zuneigung war für jeden im Raum spürbar.

Die Braut trug ein wunderschönes Hochzeitskleid von Elie Saab, das mit 50.000 Perlen, 80.000 Kristallen und zehn Kilometer Silbergarn verziert war. Es war eines der teuersten Brautkleider in der königlichen Geschichte. Geschätzter Wert: 250.000 Dollar

Für ihr neues Leben hat die Braut ihre belgische Staatsangehörigkeit aufgegeben.  ©Christian Aschman / Cour grand-ducale

Für ihr neues Leben hat die Braut ihre belgische Staatsangehörigkeit aufgegeben.

©Christian Aschman / Cour grand-ducale

Noch kein Nachwuchs in Sicht

Inzwischen sind Erbgroßherzog Guillaume und Erbgroßherzogin Stéphanie schon fast sieben Jahre verheiratet. In seinem Heimatland erfreut sich das bodenständige Paar großer Beliebtheit. Jetzt fehlt nur noch eins zu ihrem Glück: Ein Baby. Doch damit haben die beiden Luxemburger keine Eile.

Seit vergangenem Jahr lebt das Paar in London. Während der Thronfolger ein Aufbaustudium am Royal College of Defence Studies (RCDS) begonnen hat, belegt seine Frau Kurse in Kunstgeschichte am Sotheby's Institute. Und wer weiß: Vielleicht kehren sie ja zu dritt nach Luxemburg zurück …