Kaiser Akihito: Seine Abdankung sorgt für Probleme

Kaiser Akihito: Seine Abdankung sorgt für Probleme

Der geplante Thronwechsel im japanischen Kaiserhaus ist noch komplizierter als gedacht. Denn vor allem technische Probleme bereiten dem Volk Kopfzerbrechen. Fallen nach der neuen Zeitrechnung alle Computer aus?

 Es ist das erste Mal seit über 200 Jahren, dass ein Tennō sein Amt frühzeitig niederlegt. Kaiser Akihito ist aber schon länger „amtsmüde“ und fühlt sich seiner Aufgabe nicht mehr gewachsen.  ©imago/AFLO

Es ist das erste Mal seit über 200 Jahren, dass ein Tennō sein Amt frühzeitig niederlegt. Kaiser Akihito ist aber schon länger „amtsmüde“ und fühlt sich seiner Aufgabe nicht mehr gewachsen.

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Ein extra Team nur für die traditionellen Riten

Seine Tage auf dem Thron sind gezählt. Am 30. April gibt Kaiser Akihito das Zepter offiziell an seinen ältesten Sohn Kronprinz Naruhito weiter. Die Vorbereitungen für den Thronwechsel laufen langsam auf Hochtouren. Wie die japanische Regierung mitteilte, will sie am ersten August eine 26-köpfige Abteilung ins Leben rufen, die nur für verschiedene Krönungsrituale zuständig sein wird. Einige der Zeremonien, wie „Taiirei Seiden no Gi“, bei der Kaiser Akihito Abschiedsworte an die Regierung richtet, werden nämlich als große Staatsereignisse zelebriert.

Droht Japan der technische Super-Gau?

Einige Japaner blicken dem Thronwechsel jedoch mit Sorge entgegen, wie auch „The Guardian“ weiß. Denn durch die Krönung beginnt wortwörtlich eine neue Zeitrechnung – und das könnte zu technischen Problemen führen. Der japanische Kalender wird nämlich nach der Ära benannt, die ein neuer Kaiser einläutet. Akihito steht zum Beispiel für die „Heisei“-Zeit („Frieden überall“). Seit Beginn seiner Regentschaft im Jahr 1989 sind viele neue Computersysteme dazu gekommen. Keiner weiß, ob die Datenänderung reibungslos funktionieren wird. Viele technische Systeme könnten ausfallen. Was passiert vor allem mit den letzten aktiven Kernreaktoren in Japan? 

Auch vor der Jahrtausendwende standen Computerfachmänner weltweit vor demselben Problem. Sie hatten jedoch über Jahre Zeit, im Hintergrund an der Aktualisierung der Systeme zu arbeiten, um einen „Millenium-Bug“ zu verhindern. Akihitos Rücktritt kam allerdings plötzlich. Erst Dezember 2017 machte der 84-Jährige die Nachricht publik. Der Name der neuen Ära wird erst zu seinem 30. Thronjubiläum am 24. Februar bekannt gegeben. Japans Computerspezialisten haben also alle Hände voll zu tun, um den Thronwechsel in kürzester Zeit reibungslos über die Bühne zu bekommen.

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