Königin Silvia: Ihre Mutter bekam Elektroschocks

Das Leben von Königin Silvia wurde auch von traurigen Erlebnissen überschattet. In einem Interview zu ihrem 75. Geburtstag vor wenigen Tagen, erzählte sie von ihren schrecklichen Erinnerungen.

„Man ist nach außen glücklich, aber weint innerlich“, sagte Königin Silvia über den Umgang mit der Krankheit ihrer Mutter Alice Sommerlath.  ©imago

„Man ist nach außen glücklich, aber weint innerlich“, sagte Königin Silvia über den Umgang mit der Krankheit ihrer Mutter Alice Sommerlath.

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Alice Sommerlath bekam Elektroschocks

Es sind Erinnerungen, die Königin Silvia bis heute nicht loslassen. Anlässlich ihres 75. Geburtstags am 23. Dezember hat Königin Silvia dem TV-Sender „SVT“ ein Interview gegeben und ein erschütterndes Geheimnis verraten: Ihre Mutter wurde mit Elektroschocks behandelt! „Sie bekam Medizin und Elektroschocks an beiden Hirnhälften“, offenbart die schwedische Monarchin. So, und mit Medikamenten, versuchten die Ärzte die schweren Depressionen von Alice Sommerlath (†90) in den Griff zu bekommen.

Für Königin Silvia war es ein Stich ins Herz, ihre geliebte Mama so leiden zu sehen. „Man ist nach außen glücklich, aber weint innerlich“, erklärte die gebürtige Heidelbergerin. Später erkrankte die Brasilianerin auch noch an Demenz. Die Frau von König Carl Gustaf fürchtet, dass die Elektroschock-Behandlung dazu beigetragen habe. Einen Beweis gibt es dafür nicht.

Die Demenzerkrankung bestimmte den Alltag der Familie

Bewundernswert: Königin Silvia holte ihre demenzkranke Mutter zu sich nach Schloss Drottningholm, um sie bis zu ihrem Tod im Jahr 1997 zu pflegen. Das war nicht immer einfach, wie die ausgebildete Dolmetscherin zugibt. „Manchmal fragte sie nach meinem verstorbenen Vater. Immer und immer wieder und man musste ihr immer wieder erklären, dass er nicht mehr lebt“, erinnerte sich die 75-Jährige gegenüber „Aftonbladet“. „Carl Gustaf musste manchmal mehrmals das Essen unterbrechen, um den Tisch herumgehen und sie begrüßen, weil sie jedes Mal erklärte, er hätte es vergessen.“

Königin Silvia beim Besuch ihrer Stiftung „Silviahemmet“.  ©imago

Königin Silvia beim Besuch ihrer Stiftung „Silviahemmet“.

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1996 gründete die Regentin ihre eigene Stiftung „Silviahemmet“ mit der sie sich für die Pflege von Menschen mit Demenzerkrankung einsetzt. „Früher dachte man, die Menschen werden einfach vergesslich im Alter. Aber es ist eine ernstzunehmende Hirnkrankheit. Die Patienten benötigen professionelle Pflege“, hatte die dreifache Mutter 2016 gesagt.