Kronprinzessin Victoria: So war die Thronerbin als Schülerin

Kronprinzessin Victoria: So war die Thronerbin als Schülerin

Der private Geschichtslehrer von Kronprinzessin Victoria hat nun ausgeplaudert, wie die Schwedin als Schülerin war. Drei Jahre unterrichtete Herman Lindqvist die Thronerbin und hielt auch später noch Kontakt zu ihr. Victoria verzieh dem 75-Jährigen sogar eine ziemlich dumme Bemerkung.

  Kronprinzessin Victoria bekam neben ihrem regulären Unterricht auch noch Privatstunden.   Foto: imago/E-PRESS PHOTO.com

Kronprinzessin Victoria bekam neben ihrem regulären Unterricht auch noch Privatstunden.

Foto: imago/E-PRESS PHOTO.com

Das Lernen bereitete Kronprinzessin Victoria Probleme

Die Schulzeit war nicht immer einfach für Kronprinzessin Victoria. Als Legasthenikerin fiel es der Schwedin manchmal schwer, im Unterricht zurechtzukommen. „Mir hat die Schule Spaß gemacht, aber sie war auch sehr schwierig. Wenn jemand Probleme mit dem Lesen und Schreiben hat, kann das manchmal ziemlich hart sein“, erzählte die Königstochter einmal. „Ich dachte immer, ich sei dumm und langsam.“ Ihre Eltern engagierten dann einen Privatlehrer, um Victoria zusätzlich zu fördern. Herman Lindqvist unterrichtete die Thronerbin drei Jahre in Geschichte. Weil die Tochter von König Carl Gustaf und Königin Silvia Schwierigkeiten beim Lesen hatte, erzählte der Historiker ihr stattdessen die Unterrichtsinhalte.

„Victoria war sehr wissbegierig“

„Ich lebte damals in Paris, war aber oft in Schweden. Jedes Mal, wenn ich nach Stockholm ging, haben wir ein paar Unterrichtsstunden gehabt“, erinnert sich Herman Lindqvist. Bei einer Tasse Tee im Schloss erzählte der Historiker seiner Schülerin „Alles vom ersten Donner bis zu den letzten Herrscher“, berichtet der 75-Jährige, der auch eine eigene Geschichtssendung im Fernsehen hatte. Laut seiner Aussage war Kronprinzessin Victoria eine sehr interessierte Schülerin, die viele Fragen stellte. Mit ihrem Lehrer begab sich die Schwedin auch gemeinsam in Paris auf Ahnenforschung. Schließlich hat die Bernadotte-Familie ihren Ursprung in Frankreich. „Ich vergesse nie, wie aufgeregt sie war“, schmunzelt der Privatlehrer.

Herman Lindqvist bereut seine Lästerei

Auch heute haben Kronprinzessin Victoria und Herman Lindqvist noch Kontakt. Und das, obwohl der Historiker selten ein Blatt vor dem Mund nimmt. Als Prinzessin Estelle geboren wurde, war der Schwede nicht gerade angetan von ihrem Namen. „Klingt wie eine Nachtklubkönigin“, stichelte der 75-Jährige und sorgte für Schlagzeilen. Doch später bereute er die Aussage. „Es wurde dumm von mir gesagt. Victoria und ich hatten seitdem Kontakt und wir haben keine Probleme. Sie schrieb einen freundlichen Brief und wir haben immer noch eine gute Beziehung“, verriet Lindqvist. Dass Victoria ihrem ehemaligen Lehrer so einfach verziehen hat, beweist, dass sie im Leben mehr als nur Geschichte gelernt hat.

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