Die dänische Königsfamilie: So geht es ihnen nach der Schockdiagnose

Die dänische Königsfamilie: So geht es ihnen nach der Schockdiagnose

Zehn Tage ist es nun her, dass der dänische Hof öffentlich bekannt gegeben hat, dass Prinz Henrik an Demenz leidet. Seither sind aber noch viele Fragen ungeklärt

Der ganzen Familie macht die Situation zu schaffen

Obwohl die dänische Königsfamilie schon ein paar Wochen über den Zustand von Prinz Henrik Bescheid weiß, kann vom einer Rückkehr zur Normalität nicht nicht die Rede sein.

Prinz Joachim hat nun das erste Mal öffentlich über die Schockdiagnose seines Vaters gesprochen. „In unserer Familie ist es ja nicht so, dass man sich zurückziehen und das für sich bewältigen kann”, äußerte sich der 48-Jährige gegenüber der Zeitung „Se og Hör“. „Wir müssen die Krankheit meines Vaters mit dem Rest der Welt teilen, und wir versuchen so gut es eben geht, mit der Situation umzugehen.”

Um dem gebürtigen Franzosen die beste Betreuung zu ermöglichen, hat die Familie nun auch zwei Pfleger angestellt.

Prinz Joachim hat nun das erste Mal öffentlich über die Demenz-Erkrankung seines Vaters Henrik gesprochen Foto: Det danske Kongehus, Steen Brogaard

Prinz Joachim hat nun das erste Mal öffentlich über die Demenz-Erkrankung seines Vaters Henrik gesprochen

Foto: Det danske Kongehus, Steen Brogaard

Die Prognose von Prinz Henrik ist niederschmetternd

Um welche Form der Demenz es sich bei Prinz Henrik handelt, ist noch nicht bekannt. Die häufigsten Formen sind die Alzheimer-Krankheit und die vaskuläre Demenz. Letzteres wird auch als Blutgefäß-Demenz bezeichnet. Je nachdem, wie groß das Ausmaß der Durchblutungsstörung ist, desto ausgeprägter ist auch die Demenz.

Der dänische Hof gab lediglich preis, wie schlimm es bereits um den Mann von Königin Margrethe steht. „Das Ausmaß des kognitiven Versagens ist laut dem Krankenhaus schlimmer als es für das Alter des Prinzen üblich ist und kann das Verhalten, die Reaktion sowie das Urteilsvermögen und die Emotionen beeinflussen.” Eine niederschmetternde Diagnose für die ganze Familie.

Königin Margrethe kümmert sich jetzt besonders liebevoll um ihren Mann Foto: Det danske Kongehus

Königin Margrethe kümmert sich jetzt besonders liebevoll um ihren Mann
Foto: Det danske Kongehus

Wird Henrik nie mehr in der Öffentlichkeit auftreten?

Viele fragen sich, ob Prinz Henrik nun überhaupt noch Termine wahrnehmen wird. Ihn vor der Öffentlichkeit zu verstecken, wäre sicherlich der falsche Weg, um mit einer Erkrankung umzugehen. Andererseits braucht es auch sehr viel Fingerspitzengefühl, um den Bedürfnissen des 83-Jährigen gerecht zu werden.

Alle großen Veranstaltungen, die viel Lärm beinhalten, sind für Demenzkranke schwer zu handhaben (...) das wäre sehr stressig”, erklärte Bodil Hallin, Krankenschwester und Telefonberaterin beim Dänischen Verband für Demenz gegenüber der Zeitung „Expressen”. „In seiner Situation ist es sehr schwierig, sich zu konzentrieren. Man kann sich nicht mehr an einem einzigen Gedanken festklammern.”

Wutanfälle oder wirres Verhalten könnten bei Stress vermehrt auftreten. Die dänische Königsfamilie möchte aber mit Sicherheit vermeiden, dass Prinz Henrik in irgendeiner Form öffentlich vorgeführt wird. Es ist daher gut möglich, dass es nur noch Fotos des 83-Jährigen im Familienkreis geben wird. So würde der Ehemann von Königin Margrethe immer noch präsent bleiben, aber nicht dem Stress einer öffentlichen Veranstaltung konfrontiert werden.

Das wäre zumindest eine Strategie, wie der dänische Hof mit der Situation umgehen  könnte.

Eines der letzten öffentlichen Fotos von Henrik

„Das geistige Alter bewegt sich zurück”

Prinz Henrik könnte es gerade jetzt helfen, viel Zeit mit seinen Enkelkindern zu verbringen. „Bei Demenz-Patienten bewegt sich das geistige Alter zurück”, weiß Bodil Hallin. „Man erinnert sich in der Regel an die Dinge, die man als erstes im Leben gelernt hat. Deshalb haben Menschen mit Demenz gerne jüngere Leute um sich, da sie selbst wieder ein wenig wie ein Kind werden.”

Und Henriks Enkel werden ihm diesen Gefallen sicher gerne tun. Denn daran, das sie ihren Opa lieb haben, besteht kein Zweifel.

Die Enkelkinder sind jetzt besonders wichtig für Henrik
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