Prinzessin Madeleine: „Wir müssen das Schweigen brechen“

Prinzessin Madeleine hat ihr Kinderbuch in Schweden vorgestellt. In ihrem Werk geht es auch um sexuellen Missbrauch. Warum der Tochter von Königin Silvia und König Carl Gustaf dieses Thema so wichtig ist, erklärte sie bei der Pressekonferenz.

Gemeinsam mit ihrer Mutter setzt sich Prinzessin Madeleine mit der „World Childhood“-Organisation für ausgebeutete und missbrauchte Kinder ein.  © Anna-Lena Ahlström, Kungahuset.se

Gemeinsam mit ihrer Mutter setzt sich Prinzessin Madeleine mit der „World Childhood“-Organisation für ausgebeutete und missbrauchte Kinder ein.

© Anna-Lena Ahlström, Kungahuset.se

Prinzessin Madeleine erklärt Kinderbuch

Prinzessin Madeleine ist zurück in Schweden. Die hat ihr neues Kinderbuch “Stella och hemligheten“ (dt. „Stella und das Geheimnis“)“ im Gepäck, das sie am Dienstag im Stockholmer Literaturmuseum Junibacken vorstellte. In der Geschichte geht es um die kleine Stella, die mit ihrem Vater von New York nach Schweden zieht und vor jede Menge Herausforderungen steht, sich in ihrer neuen Umgebung zurecht zu finden. Von ihrer Freundin Elena erfährt sie dann ein schreckliches Geheimnis.

Dass es in ihrem Buch auch um Kindesmissbrauch geht, war der „World Childhood“-Botschafterin ein großes Anliegen. „Es ist wichtig, dass wird das Schweigen darüber brechen, dass ein von fünf Kindern Gewalt und sexuellem Missbrauch ausgesetzt ist. Dies geschieht in allen Bereichen der Gesellschaft, auf der ganzen Welt. Es galt als tabu, das Thema überhaupt zu diskutieren, aber ich denke, wir sehen endlich Fortschritte. Es ist sehr wichtig, dass wir das Schamgefühl reduzieren, das viele dieser Kinder quält“, erklärte die Schwedin ihre Motivation.

„Stella och hemligheten“ wird vom Verlag Bonnier Carlsen in Zusammenarbeit mit der „World Childhood Foundation“ veröffentlicht. Zu den Mitwirkenden zählen die „World Childhood“-Aktivistin Karini Gustafson-Teixeira, Journalistin Marie Oskarsson und Illustratorin Stina Lövkvist.

„Stella och hemligheten“ wird vom Verlag Bonnier Carlsen in Zusammenarbeit mit der „World Childhood Foundation“ veröffentlicht. Zu den Mitwirkenden zählen die „World Childhood“-Aktivistin Karini Gustafson-Teixeira, Journalistin Marie Oskarsson und Illustratorin Stina Lövkvist.

„Es ist schwierig, als Elternteil den richtigen Moment zu finden“

Das Buch soll Kinder dazu ermutigen, für sich selbst einzutreten und 'Nein’ zu sagen, wenn sich etwas nicht richtig anfühlt. Dieses schwierige Thema richtig zu vermitteln, findet auch die Schwester von Kronprinzessin Victoria nicht einfach.

„Ich habe das Gefühl, dass es als Elternteil schwierig ist, den richtigen Moment zu finden, um mit ihren Kindern über schwierige Dinge zu sprechen. Ich hoffe, dass dieses Buch Kindern, Eltern und Lehrern helfen kann, neue Wege zu finden, um Themen zu diskutieren, die ansonsten schwierig zu behandeln wären. Es ist auch eine Einführung in schwierigere Bereiche wie sexuellen Missbrauch und Körperintegrität“, zitiert die schwedische Seite „Bokiño“ die Prinzessin.

Prinzessin Madeleine ist selbst dreifache Mutter und weiß wie knifflig es sein kann, Kindern schwierige Themen zu erklären.  ©Anna-Lena Ahlström, Kungahuset.se

Prinzessin Madeleine ist selbst dreifache Mutter und weiß wie knifflig es sein kann, Kindern schwierige Themen zu erklären.

©Anna-Lena Ahlström, Kungahuset.se

Schwedische Prinzessin liest mit ihren Kindern

Auch bei Prinzessin Madeleine zu Hause wird viel gelesen. Ihre Kinder haben viel Spaß an Büchern. „Leonore ist fünf und sie findet es sehr lustig, zusammen Bücher zu lesen. Nicolas genießt es auch. Es ist ein gemütliche und schöne Zeit, zusammenzusitzen und diese Verbindung zu spüren. Wir versuchen jeden Tag ein bisschen zu lesen“, verrät die Ehefrau von Christopher O’Neill. Sie selbst hatte als Kind eine Bücherreihe besonders gern: „Pippi Langstrumpf* natürlich. Astrid Lindgren hat mich immer beeindruckt. Sie war ihrer Zeit voraus und ihre Bücher sind noch heute so aktuell. Ich finde das ziemlich faszinierend.“

Vielleicht tritt die Königstochter ja noch in ihre Fußstapfen. Selbst weitere Kinderbücher zu schreiben, schließt Prinzessin Madeleine nämlich nicht aus.

*Affiliate-Link