SERIE Prinzessin Filippa (†21): Sie starb kurz nach ihrer Hochzeit

SERIE Prinzessin Filippa (†21): Sie starb kurz nach ihrer Hochzeit

Die deutsche Prinzessin aus dem Adelsgeschlecht Sayn-Wittgenstein-Sayn starb nur 111 Tage nach ihrer Traumhochzeit. Ihre Tagebucheinträge lassen etwas Unglaubliches vermuten: Hatte Filippa ihren frühen Tod etwa vorausgeahnt?


Es ist der schönste Tag in ihrem Leben

Es klingt wie der Beginn eines wunderschönen Märchens. Am 10. Juni 2001 heiratet Prinzessin Filippa zu Sayn-Wittgenstein-Sayn den Grafen Vittorio Mazzetti d’Albertis. Sie ist erst 20 Jahre alt, aber der 13 Jahre ältere Geschäftsmann, ein entfernter Verwandter, ist ihre große Liebe. Davon sind auch ihre Eltern Gabriela und Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn inzwischen überzeugt.

„Fipsi”, wie die Prinzessin in der Familie genannt wird, ist eine wunderschöne Braut. Ihr Brautkleid ähnelt dem von Königin Maxima. Es ist schlicht, hochgeschlossen und mit langen Ärmeln. Dazu trägt sie ein traumhaftes Diadem und einen über 200 Jahre alten Schleier aus dem Familienbesitz. Nach der Trauung in der Sayner Abteikirche flaniert das Brautpaar freudestrahlend durch die Straßen ihres Heimatortes. Sie ahnen nicht, dass ihr Märchen schon bald enden wird...

Filippa war eine talentierte Fotografin Foto: PR

Filippa war eine talentierte Fotografin

Foto: PR

Prinzessin Filippa stirbt nur 111 Tage nach der Hochzeit

Die Flitterwochen verbringen Filippa und Vittorio in Südostasien, danach bleiben sie noch einige Tage in Italien. Inzwischen ist die junge Fotografin 21 Jahre alt. Sie ist voller Vorfreude, denn sie hat ihren ersten Auslandsauftrag ergattert. An der Seite des Werbefotografen Roberto Sisini macht die Prinzessin Modeaufnahmen in England.

Auf der Rückreise schreibt sie ihrer Mutter überglücklich: „(...) So viele schöne Plätze gesehen und nette Menschen kennen gelernt!! Neue Freunde. Hat sich gelohnt, sehr viel gelernt (...) Froh diese große Erfahrung gemacht zu haben! (...)”

Es wird das letzte Mal sein, dass Prinzessin Gabriela von ihrer Tochter hören wird. Denn auf der Fahrt kommt es zu einem schrecklichen Unfall. Filippa sitzt mit ihren vier Kollegen in einem Wohnmobil. Sie schläft, als der junge Fahrer ungebremst auf Baustellenfahrzeug auffährt. Die Prinzessin und Roberto Sisini sind sofort tot. Filippa zu Sayn-Wittgenstein-Sayn stirbt mit nur 21 Jahren. 

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Ihre Tagebücher werden veröffentlicht

Der Schmerz ist für Filippas Eltern, ihre sechs Geschwister und ihren Vittorio kaum zu ertragen. Der Tod kann so ungerecht und grausam sein... Warum nur muss eine junge Frau mit 21 Jahren sterben? 

Es ist wie ein Geschenk des Himmels, als zwei Monate später Filippas Tagebücher entdeckt werden. Ihre Lieben können „Fipsi” noch einmal ganz nah sein. Die Notizen bringen ihre Familie zum Lachen und zum Weinen. Rund zwei Jahre später entschließt sich die Adelsfamilie diesen unsagbaren Schatz mit der Öffentlichkeit zu teilen. „Filippas Engel: Aus den Tagebüchern von Filippa Sayn-Wittgenstein” wird ein Bestseller. 

 
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Hatte Filippa ihren frühen Tod vorausgeahnt?

Ihre Tagebucheinträge geben Einblicke in die Gedankenwelt einer jungen Heranwachsenden. Auch der Tod beschäftigt die Prinzessin schon früh. Es sind Worte, die für Gänsehaut sorgen. Hat Filippa etwa geahnt, dass ihr auf Erden nicht viel Zeit bleiben wird? Mit 17 Jahren schreibt sie in ihr Büchlein: „Ich möchte mit folgenden Worten konstatieren, dass ich meine Eltern über alles liebe. Falls mir etwas passieren sollte, falls ich unerwartet meine Heimreise antreten sollte, will ich, dass meine Eltern das wissen.”

Ein paar Tage später notiert die 17-Jährige: „Der Tod ist unwichtig. Er löst uns von unserem Körper, aber es ist meine Seele, die liebt. Wenn ich also einer Person die Liebe schwöre, dann doch auf ewig, mit meinem Herzen, mit meiner sich nach diesem Menschen verzehrenden Seele, im (ewigen!) Leben...”

Und ein paar Monate später schreibt das Mädchen sogar, wie es bestatt werden möchte: „Heute gesprochen über Grab, falls ich früher sterbe, als ich hoffe. Auf der Burg, im Gärtchen. Neben mein Grab eine Akazie und/oder eine Eiche/einen Kirschbaum, so dass man mich jedes Jahr essen kann.”

Ahnte die lebensfrohe Prinzessin ihren frühen Tod etwa voraus? In ihrem Tagebuch findet sich keine Antwort darauf. Es erscheint jedoch sehr ungewöhnlich, dass sich ein so junges Mädchen mit der eigenen Bestattung auseinandersetzt.

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Rührendes Andenken an Filippa

Nach ihrem Tod hat die Familie eine Organisation gegründet. Die Stiftung Filippas Engel verleiht jährlich Preise an Jugendliche Europas, sie sich für andere eingesetzt haben. Diese Idee hätte ihr sicher gefallen.

Und was wurde aus Vittorio Mazzetti d’Albertis? 2005 hat Filippas Witwer wieder geheiratet. Doch die Ehe scheiterte. Am 14. April 2012 hat er sich noch einmal getraut. Die Braut war Leonie Leibenfrost – eine Filippas Schulfreundin und Cousine zweiten Grades. Man könnte fast glauben, die Ehe wurde im Himmel gestiftet....

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