SERIE Prinzessin Leila Pahlavi (†31): Am Ende hatte sie keine Kraft mehr

SERIE Prinzessin Leila Pahlavi (†31): Am Ende hatte sie keine Kraft mehr

Die wunderschöne Tochter von Ex-Kaiserin Farah Diba und Schah Reza setzte ihrem Leben selbst ein Ende. Doch warum nur wollte die junge Prinzessin Leila sterben?

Die 31-Jährige vermisste ihre Heimat so sehr

Es ist der Sonntag, der 10. Juni 2001. Leila wohnt im schicken Leonard Hotel in London. Umgerechnet 500 Euro kostet sie die Nacht in der Suite Nummer 15. Seit einem halben Jahr wohnt die Exil-Iranerin nun dort. Eine Heimat ist es aber nicht. Seit die damals Neunjährige 1979 mit ihrer Familie vor der Iranischen Revolution fliehen musste, ist Heimat ein Wort ohne Bedeutung geworden. Ob Greenwich (USA), Paris oder London – keiner dieser Orte an denen Leila lebte, kann ihr das geben, was ihr genommen wurde.

„Fast mein ganzes Leben habe ich im Ausland verbracht", sagte sie letzten Interview vor ihrem Tod. „Aber im Herzen bin ich immer Iranerin geblieben, als ob ich mein Land nie verlassen hätte.”

Leila studierte Literatur, Deutsche und Skandinavische Philosophie Foto: Reza Pahlavi, Facebook

Leila studierte Literatur, Deutsche und Skandinavische Philosophie

Foto: Reza Pahlavi, Facebook

Prinzessin Leila war stark traumatisiert

Ihr Herz muss viel Kummer ertragen, bevor es an diesem Tag für immer aufhört zu schlagen. Denn auch nach der Flucht kommt ihre Familie nicht zur Ruhe. 1979 wird Leilas Cousin Prinz Shahrirar († 34) von einem iranischen Kommando in Paris ermordet. Auch Leila und ihre Familie stehen auf der Todesliste. Sie leben in ständiger Angst, verlassen das Haus nur mit Leibwächtern. Ein Jahr später stirbt ihr geliebter Vater Schah Reza († 60) an Krebs. Die kleine Prinzessin ist stark traumatisiert. 

Als sie 22 Jahre alt ist, beginnt sie an starken Bauchschmerzen zu leiden. Doch es gibt keine Anzeichen auf eine körperliche Erkrankung. Außerdem plagen die Studentin Schlafstörungen. Seit diesem Zeitpunkt soll Leila begonnen habenSchlaftabletten zu nehmen.

Trotzdem schafft die junge Frau es ihr Leiden vor der Außenwelt zu verbergen.  Sie modelt für den italienischen Designer Valentino, lebt ein Leben Im Luxus. Freunde und Familie beschreiben sie als „Engel”. Welche Sorgen sollten die bildschöne, reiche Frau schlon plagen?

Ihr Bruder Reza stellte diese Collage als Andenken für seine tote Schwester zusammen

Eine Therapie konnte die Prinzessin nicht retten

Doch die Wahrheit sieht anders aus. Die traurigen Gedanken wollen einfach nicht verschwinden. Die Tochter von Ex-Kaiserin Farah Diba ist depressiv. Als sie Ende 20 ist, nimmt Leila immer weiter ab. Leila ist essgestört, leidet unter chronischen Schlafstörungen. Mehrmals wird die Exil-Iranerin in eine Klinik eingewiesen. „Ich habe alles versucht, um ihr zu helfen. Ich habe sie sogar zu Ärzten begleitet, damit sie die Kurve noch bekommt”, wird ihre Mutter später sagen. 

Doch die traurigen Gedanken wollen einfach nicht aus Leilas Kopf verschwinden. Auch an diesem 10. Juni 2001 nicht... Farah Diba spürt, dass es ihrer Tochter nicht gut geht. Wiederholt versucht sie Leila von Washington aus zu erreichen. Doch sie geht ans Telefon. Die Ex-Kaiserin verständigt den Psychiater der 31-Jährigen. Er findet Prinzessin Leila tot in ihrem Hotelbett. Auf ihrer Kommode stehen Fotos ihrer Familie, aus Zeiten, in denen sie noch glücklich im Iran lebten...


Auch Leilas Bruder Ali-Reza Pahlavi nahm sich das Leben

Auch ihr Bruder begeht Selbstmord

Eine Obduktion wird später ergeben, dass die 31-Jährige die fünffache Dosis an Schlafmitteln genommen hatte. Außerdem hatte sie Kokain im Blut. Ex-Kaiserin Farah Diba und ihre Familie sind am Boden zerstört.

Vor allem ihr Bruder Ali-Reza Pahlavi leidet schwer unter dem Tod seiner geliebten Schwester. Auch er wird stark depressiv. Irgendwann verliert er den Kampf gegen seine Dämonen. Am 4. Januar 2011 erschießt sich Ali-Reza Pahlavi. Er wird nur 44 Jahre alt und hinterlässt seine schwangere Freundin.

Ex-Kaiserin Farah Diba schmerzt der Tod ihrer Kinder sehr. Sie ist jedoch nicht daran zerbrochen: „Ich sage mir immer: Hör auf, dich zu bemitleiden. Hilf lieber anderen, es gibt so viel Leid auf der Welt.” Bis heute kämpft die 78-Jährige mit ganzer Kraft für ihr Heimatland. Ihr großer Wunsch ist es, irgendwann noch einmal in den Iran zurückkehren zu können.


Farah Diba umrandet von ihrer geliebten Familie

Wenn auch du Selbstmord-Gedanken hast, wende dich bitte sofort an die Telefonseelsorge (www.frnd.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erreichst du Menschen, die dir Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

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