Kaiserin Elisabeth: Das hält ihr Ururenkel von „Sissi“

Kaiserin Elisabeth: Das hält ihr Ururenkel von „Sissi“

Die „Sissi“-Filme sind bis heute überaus beliebt. Doch was denkt eigentlich die Verwandtschaft von Kaiserin Elisabeth über die Filmreihe? Leopold Altenburg gibt eine erstaunliche Antwort.

Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph wurden in „Sissi“ von Romy Schneider und Karlheinz Böhm verkörpert.  ©imago images / Prod.DB

Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph wurden in „Sissi“ von Romy Schneider und Karlheinz Böhm verkörpert.

©imago images / Prod.DB

Auch Leopold Altenburg schaut „Sissi“-Filme zu Weihnachten

Weihnachten ohne „Sissi“* ist wie ein Tannenbaum ohne Nadeln. Seit der erste Film 1955 ins Kino kam, bezaubert Romy Schneider als Kaiserin Elisabeth Generation zu Generation. Und das, obwohl allgemein bekannt ist, dass die Trilogie viele historische Fehler aufweist.

Aber was hält eigentlich die Verwandtschaft von Kaiserin Elisabeth von „Sissi“? Ihr Ururenkel Leopold Altenburg hat nun mit „news.at“ über die Filme gesprochen. Sein Urteil ist vergleichsweise positiv. „Ich sehe den Film natürlich auch als Künstler. Es gibt diese künstlerische Freiheit und jeder Film, der eine historische Geschichte erzählt, ist ja auch eine Fiktion. Die Fiktion ist ein kreativer Umgang mit der Wirklichkeit“, erklärte der Schauspieler.

Er selbst schaue sich die Streifen regelmäßig zu Weihnachten an. Vor allem für die Hauptdarstellerin findet er viel Lob. „Romy Schneider spielt die Elisabeth berührend und großartig. Sie bringt in diesem gut gemachten Unterhaltungsfilm eine Tiefe rein, die recht ungewöhnlich ist“, erklärte Leopold Altenburg.

Leopold Altenburg nimmt es den Machern von „Sissi“nicht krumm, dass die Filme so wenig auf der Realität beruhen.  ©imago images / Viennareport

Leopold Altenburg nimmt es den Machern von „Sissi“nicht krumm, dass die Filme so wenig auf der Realität beruhen.

©imago images / Viennareport

Darum heißt er nicht Habsburg

Der 48-Jährige versteht, warum die Reihe so erfolgreich wurde. Er erklärt den Mythos so: „Der Film ist 1955, zehn Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, entstanden. Einer Zeit, in der noch nicht ganz klar war, wie es mit Österreich weitergeht. Und in dem Film hat man versucht, die Geschichte des Landes, die Zwischenkriegszeit, den Austrofaschismus, mit einer Art Zuckerguss zu überdecken, indem man eine Monarchie-Nostalgie entwarf.“ 

Er selbst trägt nicht den Nachnamen Habsburg. Seine Großvater Erzherzog Clemens Salvator von Österreich-Toskana hatte nämlich nicht standesgemäß Elisabeth Resseguier de Miremont geheiratet. Das Hausgesetz der Habsburger besagt allerdings, dass ein Mitglied nur einen Partner aus einem regierenden oder ehemals regierenden Haus heiraten darf. Deswegen änderte er seinen Namen zu Clemens Altenburg. Seine ganze Familiengeschichte erzählt Leopold Altenburg in seinem Buch „Der Kaiser und sein Sonnenschein“.*

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